Inklusion

Sich berühren lassen...

Seit mehr als zehn Jahren versuchen wir zusammen mit dem Verein Lebensweisen e.V. der Idee vom inklusiven Leben Taten folgen zu lassen. Immer wieder kommt es zu intensiven Aktionen und erstaunlichen Begegnungen.

Die ehemalige Schülerin Mareike Hinrichs hat an unseren Aktivitäten teilgenommen und folgenden Erfahrungsbericht geschrieben, der für uns im höchsten Maße motivierend ist. Danke, Mareike!

Eine große bunte Familie:
Vier Jahre bei Lebensweisen

Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen.Guy de Maupassant

Wenn man mich im Alter von sechs Jahren gefragt hätte, was ich später einmal werden möchte, wäre meine Antwort Prinzessin gewesen, mit zehn Jahren Tierärztin und mit 14 Jahren Polizistin. Heute bin ich 19 Jahre alt und habe vor kurzem mein Studium zur Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin in Düsseldorf begonnen.

Bis zu dem Tag, an dem ich zu Lebensweisen e.V.kam, hatte ich niemals gedacht, einmal an diesem Punkt zu stehen. Vor mittlerweile vier Jahren habe ich erstmals an einem unverbindlichen und trotzdem für mich wahnsinnig aufregenden Treffen einer Jugendgruppe von Lebensweisenteilgenommen und seitdem die wöchentlichen Treffen der Gruppe begleitet.

Meine Zeit bei Lebensweisen war für mich jede Woche aufs Neue eine prägende Begegnung und Erfahrung. Sie hat mich nicht nur als Person enorm verändert, sondern auch meine Ansichten vom Leben nachhaltig geprägt.

Die lustige, locker ungezwungene Atmosphäre in der Gruppe hat jedes Treffen zu einem angenehmen Ausgleich werden lassen. So konnte ich den teilweise anstrengenden Schulalltag, den späteren Abiturstress und auch viele private Probleme für zwei Stunden in der Woche ablegen und vergessen.

Selten habe ich so unvoreingenommene, offene und herzensgute Menschen kennengelernt wie bei Lebensweisen. Ich hatte stets das Gefühl, am richtigen Platz zu sein. Ich erlebte Toleranz, spürte gegenseitige Akzeptanz und hatte das Gefühl, zu einer großen bunten Familie zu gehören. Jeder Mensch, so habe ich gelernt, ist verschieden und doch in seiner jeweiligen Andersartigkeit auf seine ganz eigene Weise wunderbar.

Sowohl die Teilnehmer der Gruppe – Menschen mit verschiedenen Handicaps – als auch die Betreuerinnen, Begleitpersonen, Eltern und alle anderen, die ich mit und durch Lebensweisenkennenlernen durfte, hinterließen bei mir Spuren.

So entschloss ich mich aufgrund meiner Erfahrungen in Barkel, einen Freiwilligendienst an der Schule an der Deichbrücke (GPS Wilhelmshaven) anzufangen und nun ein Studium im sozialen Bereich als endgültigen Schritt für meinen Werdegang zu nutzen.

Ohne Lebensweisen wäre ich nicht der Mensch, der ich heute bin. Ich würde weder meine heutigen Ansichten vertreten noch wären meine Ziele, Wünsche und Träume die, die sie zum jetzigen Zeitpunkt sind.

Auch wenn ich nach knapp vier Jahren gemeinsamer Zeit Abschied nehmen muss und mir dies unendlich schwerfällt, bin ich mir sicher, dass dies kein Abschied für immer ist. Ich werde die Zeit niemals vergessen und bin jeden Tag aufs Neue dankbar, ein Teil von Lebensweisen (gewesen) zu sein.

Mareike Hinrichs, Abitur-Jahrgang 2015
Cäcilienschule WHV

Wir bieten weiterhin unsere Gruppen bzw. Initiativen an:

  • Freizeitgruppe Jugendheim
  • Mittendrin in Schortens und ganz bei mir
  • Lieber draußen mit Äpfeln und Birnen(Gartengruppe)
  • Schwimmgruppe mit der DLRG
  • Mobiles Museum Museum fährt
  • A-Team 18 plus
  • Die Langsamstraße
  • LEA-Leseclub

Die Volkshochschule unterstützt die Initiative Junge Menschen mit Behinderung öffnen Türenin Schortens.

Weitere Informationen bei:

Margret Finkenstädt, Tel. 0 44 23 - 9 14 98 98 und
Michael Hellbusch, Tel. 0 44 61 - 98 79 15

Lebensweisen e.V., Barkel 100, 26419 Schortens,
Tel. 0 44 23 - 9 14 98 98 (nebenan das Cafè Suutje und die Langsamstraße)

hier geht`s zur Website Lebensweisen