Flüchtlingsintegrationsmaßnahme Friesland

Sinnvolle berufliche Tätigkeiten überbrücken die Wartezeit von Flüchtlingen. Asylsuchende werden an den Arbeitsmarkt in Deutschland herangeführt. Die Tätigkeiten erfassen und erweitern vorhandene Fähigkeiten und Stärken. Für die Tätigkeiten erhalten die Teilnehmer, zusätzlich zu den Leistungen zum Lebensunterhalt, eine Aufwandsentschädigung. Teilnehmen können arbeitsfähige, nicht erwerbstätige junge Leute, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und nicht der Vollzeitschulpflicht unterliegen.

Flüchtlingsintegrationsmaßnahme in Friesland

Wartezeit für Flüchtlinge sinnvoll durch berufliche Tätigkeit überbrücken.

Bundesweit 100.000 Integrationsmaßnahmen möchte der Gesetzgeber für Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt schaffen. Die Grundlage dafür bildet das in August 2016 in Kraft getretene Integrationsgesetz. Im Landkreis Friesland werden nach Abstimmung mit der Agentur für Arbeit, den friesländischen Kommunen und einer Vielzahl von Maßnahmeträgern (Institutionen), in nächster Zeit Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen, d.h. niederschwellige Arbeitsgelegenheiten (AGH) eingerichtet, die vom Bund gefördert werden.

Durch diese Maßnahmen soll die Wartezeit für Asylsuchende mit Bleibeperspektive bis zur Entscheidung über ihren Asylantrag durch eine sinnvolle und gemeinnützige Beschäftigung überbrückt werden.

Gleichzeitig sollen die Asylsuchenden damit an den Arbeitsmarkt in Deutschland herangeführt und vorhandene Fähigkeiten und Stärken erfasst werden.

Asylbewerber können von den Kommunen bis zu sechs Monate zu einer Tätigkeit herangezogen werden, bei maximal 30 Stunden je Woche. Sie erhalten für ihre Tätigkeit zusätzlich zu den Leistungen zum Lebensunterhalt nach dem Asylbewerberleistungsgesetz eine Aufwandsentschädigung.

Teilnehmen können arbeitsfähige, nicht erwerbstätige Leistungsberechtigte nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und nicht der Vollzeitschulpflicht unterliegen. Vorrangig sollen Asylbewerber ausgewählt werden, bei denen zu erwarten ist, dass sie dieser Tätigkeit beispielsweise wegen bereits erworbener Sprachkenntnisse auch nachgehen können, wobei der Sprachkurs Vorrang vor allen anderen Maßnahmen hat.

Kontakt

Harm Schoormann
04461/ 918 47- 32 oder 0176/ 242 705 56
h.schoormann@vhs-fri-wtm-projekte.de